Ebene 1: Strategisches Management

Strategisches Management (in der ersten Ebene) setzt unternehmensweit an.
Hier sind die Erarbeitung einer Vision, von Unternehmensgrundsätzen und eines Zielsystems zugeordnet.

Im 6-Phasen-Modell zur Etablierung einer Balanced Scorecard fließen Vision, Unternehmensgrundsätze und die Ergebnisse einer SWOT-Analyse in ein Kennzahlensystem ein.

Ablauf der ersten Ebene

Ebene 2: Aufbau- und Ablauforganisation

In der (zweiten) Ebene steht die am strategischen Management orientierte Aufbau- und Ablauforganisation im Vordergrund.

Speziell geht es hier um die Analyse und Gestaltung bzw. Reorganisation des kompletten Auftragsabwicklungsprozesses vom Auftragseingang bis zur Lieferung an den Kunden. Denn wenn z.B. Informationen und Material nicht fließen, sondern versickern, liegen bleiben oder unvollständig am Ende des Produktionsprozesses ankommen, muss zur Kompensation dieser Probleme sehr viel zusätzlicher Personalaufwand betrieben werden (z. B. durch Rückfragen oder Mehrarbeit).

Zudem verlängern sich die Durchlaufzeiten (vor allem durch Liegezeiten der Aufträge). Schließlich treten Folgekosten (z. B. durch Reklamationen) auf.

Diagramm der zweiten Ebene

Ebene 3: Produktionslayout und innerbetriebliche Logistik

In der (dritten) Ebene Produktionslayout und innerbetriebliche Logistik steht der eigentliche betriebliche Produktionsprozess im Vordergrund.
Im Wesentlichen geht es hier um die Erarbeitung bzw. Optimierung von Produktions- und Lagerlayouts, um gerichtete Materialflüsse und geringsten Transportaufwand zu erzielen.
Zudem wird hier das Feld der gesamten Organisation der innerbetrieblichen Logistik bearbeitet, wie Materialbereitstellungskonzepte, Nachschubsysteme oder Arbeitsorganisation. Maßnahmen in dieser Ebene haben den Vorteil, dass eine große Anzahl von Mitarbeitern einbezogen wird und Reorganisationsmaßnahmen aufgrund des relativ hohen Personalanteils Effekte zeigen.

Zudem sehen alle Beschäftigten schnell und deutlich, dass etwas passiert (Umgestaltung von Arbeitsplätzen, Änderung der Materialbereitstellung, Verlagern von Produktionsflächen innerhalb der Produktion).

In aller Regel motiviert das die betroffenen Mitarbeiter und führt, wenn sie mit ihrem Expertenwissen aktiv in die Veränderungsprozesse einbezogen werden, zu einer hohen Identifikation mit den Maßnahmen.

Vorher/Nachher-Ablauf der dritten Ebene

Ebene 4: Arbeitssysteme

Wenn man die Layoutstruktur und innerbetriebliche Logistik geplant bzw. optimiert hat, führt der nächste Schritt unweigerlich in die vierte Ebene der Arbeitssysteme.
In dieser (Mikro-)Ebene steht die Planung bzw. Optimierung einzelner Hand- und Maschinenarbeitsplätze im Vordergrund.

Hier werden standardisierte Methoden, wie Arbeitsablaufanalysen, Wegediagramme oder MTM-Analysen eingesetzt. In dieser vierten Ebene werden die betroffenen Mitarbeiter am intensivsten in den Veränderungsprozess einbezogen, da hier ihre Arbeitsplätze näher betrachtet werden.

Vorher/Nachher-Vergleich der vierten Ebene